Preisverleihungen

Einladungen zu aktuellen Preisverleihungen sind unter Veranstaltungen zu finden.

Cultura-Preis

2007 wurden der Liebig-Preis und die Thünen-Medaille durch den von der Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S. neu geschaffenen Alfred-Toepfer-Preis für Naturschutz, Landwirtschaft, agrarwissenschaftliche Forschung und Forstwirtschaft abgelöst. Dieser wurde 2011 in  Cultura-Preis umbenannt.

 

Liste der Preisträger

 

2017: Prof. Dr. Georg Guggenberger, Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität Hannover

2016: Prof. Dr. Robert Arlinghaus, Humboldt-Universität Berlin

2015: Prof. Dr. Marcin Pietrzykowski, Universität Krakau, Polen

2014: Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein, Universität Freiburg im Breisgau

2013: Prof. Dr. Dr. Hans Joosten, Professor für Moorkunde und Paläoökologie, Universität Greifswald

2012: Dr. Peter Meyer, Sachgebiet Waldnaturschutz und Naturwaldforschung in der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt

2011: Dr. Albano Goncalo Beja-Pereira, Universität Porto, Portugal

2010: Dr. Jörg Müller, Bayerische Nationalparkverwaltung Grafenau

2009: Prof. Dr. Jan Stenlid, Schwedische Agrarwissenschaftliche Universität Uppsala

2008: Dr. Angela Karp, Rothamsted Research Institute in Harpenden, Großbritannien

Liebig-Preis

Die 1949 von der Stiftung F.V.S. zu Hamburg begründeten Justus-von-Liebig-Preise wurden jährlich, seit 1982 alle zwei Jahre, durch die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel an Persönlichkeiten oder Arbeitsgemeinschaften verliehen, die sich um die Landwirtschaft Europas auf wissenschaftlichen oder praktischen Gebieten besonders verdient gemacht haben. Bis 1994 wurden jeweils ein Deutscher und ein Angehöriger eines anderen europäischen Landes mit jeweils einem Liebig-Preis ausgezeichnet. Ab 1996 wurde nur noch ein Preis vergeben. Der Preis war mit € 15.000,-- dotiert.

Mit dem Preis verbunden waren zwei Liebig-Europa-Reisestipendien à € 3.000 für Studierende der Landwirtschaft.

Seit 2007 wird er alle zwei Jahre als Justus-von-Liebig-Preis für Welternährung verliehen, inzwischen von der Stiftung fiat panis.

Die Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S. hat die Verleihung des Liebig-Preises eingestellt und dafür den Cultura-Preis ins Leben gerufen.

 

Justus Freiherr von Liebig

(12. Mai 1803 bis 18. April 1873)

Justus von Liebig wurde in Darmstadt geboren und wirkte ab 1824 als Professor für Chemie in Gießen. Ab 1852 bis zu seinem Tode war er in München ansässig. Neben Arbeiten zur technischen und zur analytischen Chemie sind besonders seine Forschungen auf dem Gebiet der organischen Chemie wichtig, das er u.a. durch die Entdeckung neuer Stoffe (Aldehyde, Chloral, Chloroform, Hippursäure u.a.) erheblich erweiterte. Viele seiner Entdeckungen fanden industrielle Anwendungen, zum Beispiel die Herstellung von Fleischextrakt. Als Begründer der modernen Düngelehre und der Agrikulturchemie gilt Liebig darüber hinaus als Mitbegründer der Agrarwisssenschaften.

 

 

Liste der Preisträger

1949 bis 1959

1949/50 Theodor Roemer (†), Prof. Dr. Dr. h.c., Halle
Carl Heinz Dencker (†), Prof. Dr. Dr. h.c., Bonn
1951 Emil Alfeld (†), Neckarelz (Württemberg)
1952 Walter Laube (†), Dr., Göttingen, früher Petkus (Mark)
1953 August Block (†), Minister a.D., Rittergut Banteln
Richard von Flemming (†), Präsident a.D., Uelzen, früher Paatzig (Pommern)
1954 Walter Kubiena (†), Prof. Dr., Wien (Österreich)
1955 Peter Rasmussen (†), Diplom-Landwirt, Apenrade (Dänemark)
1956 Ernst Klapp (†), Prof. Dr. Dr. h.c., Bonn
1957 Wilhelm Ries (†), Prof. Dr., Michelstadt
1958 Walter Wittich (†), Prof. Dr. Dr. h.c., Hann.-Münden
1959 Hans Lembke (†), Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c., Rostock
Otto Bolten (†), Rothenstein (Kreis Eckernförde)

1960 bis 1969

1960 Arthur Hanau (†), Prof. Dr., Göttingen
Roderich Plate, Prof. Dr., (†), Dierßen/Ammersee
1961 Hans-Ulrich von Oertzen (†), Bad Godesberg
1962 P.B. de Boer, Stiens (Holland)
Ian D. Hamilton (†), Graf, Barsebäck (Schweden)
1963 Bernard Poullain (†), La Queue-lès-Yvelines (Frankreich)
Bernhard Rademacher (†), Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c., Stuttgart-Hohenheim
1964 Walter Mader, Dr., Bruck a. d. Leitha (Österreich)
Fritz Schilke (†) Dr., Hamburg
1965 Giovanni Haussmann, Dr., Lodi (Italien)
Constantin von Dietze (†), Dr. Drs. h.c., Freiburg i. Br.
1966 Paul Nicolai (†), Landwirtschaftsingenieur, Gorsem (Belgien)
Anton Freiherr von Herzogenberg (†), Salem (Baden)
1967 Communauté de Travail de Kutzenhausen (Frankreich)
Dietz Freiherr von Thüngen (†), Thüngen (Unterfranken)
1968 Sir Richard Trehane, Wimborne (Dorset, Großbritannien)
Paul Rintelen (†), Prof. Dr. Dr., München-Weihenstephan
1969 Karl Brandt (†), Prof. Dr. Dr. h.c., Palo Alto (USA)
Hans Rabe jr., Diplomlandwirt, Sönke-Nissen-Koog

1970 bis 1979

1970 Hjalmar Clausen (†), Prof. Dr. Dr. h.c., Kopenhagen (Dänemark)
Georg Blohm (†), Prof. Dr. Dr. h.c., Kiel
1971 Charles Kiss, Ingenieur Agronome, la Ménitré (Frankreich)
Hermann Strehle (†), Landwirt, Reichertsweilerhof bei Donauwörth
1972 Harald Skjervold (†), Prof. Dr., Vollebekk (Norwegen)
Klaus Kleeberg(†), Landwirt, Eisbergen bei Minden
1973 Luigi Cavazza, Prof. Dr., Bologna (Italien)
Heinrich Graf Finck von Finckenstein, Winterbüren (Hessen)
1974 Lucijan Krivec, Dipl.-Ing. Agr., Ljubljana (Jugoslawien)
Ulrich Dieckmann, Landwirt, Domäne Coverden, Schaumburg
1975 Ingvar Ekesbo, Prof. Dr., Skara (Schweden)
Joachim von Wülfing (†), Landwirt, Swisstal-Heimerzheim
1976 Leopold Wiklicky, Dipl.-Ing. Dr., Tulln (Österreich)
Philipp Kühne, Unternehmensberater, Göttingen
1977 Henrik Sumelius (†), Dipl.-Landwirt, Loukanen, Renko (Finnland)
Walter Teuteberg (†), Ltd. Landwirtschaftsdirektor, Windeby
1978 François Ravier, Landwirt, Morestel (Frankreich)
Edouard Rebotton, Landwirt, Morestel (Frankreich)
Gerhard Fischbeck, Prof. Dr., Freising-Weihenstephan
1979 Cooperativa de Explotacion "San Antonio Abad", Milagros b. Burgos (Spanien)
Albert Huber, Landwirt, Aue, Düsseldorf

1980 bis 1989

1980 A. von Arendonk, Landwirt, Bavel (Niederlande)
Werner Koch (†), Gartenbausachverständiger, Stuttgart
1981 Sigurd Andersen, Prof. Dr., Kopenhagen (Dänemark)
Karl-Heinz Schulze-Steinen, Hamm-Drechen, (Nordrh.-Westfalen)
1982 Micheál Mac Giobúin, An Daingean (Co. Kerry, Irland)
Hermann Beste (†), Rodenberg (Deister)
1984 Pierre Hoeffel (†), Walbourg (Frankreich)
Konrad Paetow, Tralauerholz (Schleswig-Holstein)
1986 Arto (†) und Sakari Heikkilä, Rusko (Finnland)
Manfred Köhne (†), Prof. Dr., Göttingen
1988 Heinz-Peter Tewes, Fassberg
Tibor Papp, Dr., Mezöhegyes (Ungarn)

1990 bis 1999

1990 Wolfgang Haber, Prof. Dr., Freising
Bleckert Lagerfelt, Linköping (Schweden)
1992 Jan de Veer (†), Prof. Dr. h.c., Hoogwoud (Niederlande)
Dietrich Schröder, Groß Roge (Mecklenburg)
1994 Alfred Petautschnig, Dir. OStR. Ing., Hatzendorf (Österreich)
Michael Horsch, Schwandorf (Oberpfalz)
1996 Günter Flessner (†), Minister a.D., Dersau
1998 Christian Zeeck, Dr., Uelzen

ab 2000

2000 Rainer Latten, Bonn
2002 Peter Glodek, Prof. Dr., Göttingen
2004 Prof. Dr. Dr. h.c. Zoltan Bedö, Martonvasar, Ungarn
2006 Prof. Dr. Johan A. M. van Arendonk, Wageningen, Niederlande

Thünen-Medaille

Johann-Heinrich-von-Thünen-Medaille in Gold

Die Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S. hat die Verleihung der Thünen-Medaille 2005 eingestellt und durch den neu geschaffenen Cultura-Preis ersetzt. Die Agrar-
und Ernährungswissenschaftliche Fakultät vergibt die Thünen-Medaille ab 2009 in Eigenregie.

Die Satzung zur Verleihung der Thünen-Medaille finden Sie hier.

Das Preiskuratorium besteht aus sechs Mitgliedern. Die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel benennt aus dem Kreis ihrer hauptamtlichen Professorinnen und Professoren außer dem/der jeweiligen Dekan/in drei Mitglieder. Die weiteren Mitglieder werden auf Vorschlag des Kuratoriums von der Fakultät berufen. Mindestens zwei Mitglieder des Kuratoriums sollen praktische Landwirte sein.

 

Johann Heinrich von Thünen

(24. Juni 1783 bis 22. September 1850)

Johann Heinrich von Thünen wurde am 24. Juni 1783 in Kanarienhausen bei Hooksiel im Jeverland geboren. Er besuchte in Holstein die landwirtschaftliche Lehranstalt von Lucas Andreas Staudinger und zeigte dort schon im Jahre 1803 an einer Hausarbeit grundlegende Ideen auf, die er später als praktischer Landwirt auf dem Gut Tellow in Mecklenburg von 1810 bis 1850) zu einem bahnbrechenden Werk der Nationalökonomie ausbaute.

Sein Lehrer und Freund Staudinger begleitete seine Arbeiten und sorgte dafür, dass Thünens Werk "Der isolierte Staat in Beziehung auf Landwirtschaft und Nationalökonomie" als Teil 1 im Jahre 1826 in Hamburg veröffentlicht wurde. Vier Jahre später wurde er Ehrendoktor der Universität Rostock.

In seinem Werk zeigt Thünen die optimale Versorgung der Bevölkerung mit Wirtschaftsgütern auf und damit zugleich den zweckmäßigen Standort und die optimale Produktionsintensität der einzelnen Wirtschaftszweige. Die Anordnung der Produktionsrichtungen erfolgt bei seinen Annahmen um den Absatzort herum in den sogenannten "Thünen-Kreisen". Sie ordnen sich nach den Transportkosten je Flächen- und Wegeinheit um den Markt. Thünens Methode ist vor allem die der isolierenden Abstraktion.

Der 2. Teil des "isolierenden Staates" erschien 1850. Besonders hervorzuheben sind hieraus die in seiner Lohnformel enthaltenen Aussagen über die naturgemäße Entlohnung der Arbeiter. Diese Ausführungen zeigen insbesondere auch Thünens soziale Einstellung.

Thünen begründete mit seinen Arbeiten wichtige Forschungseinrichtungen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, so die Betriebslehre und die Ökonometrie, die landwirtschaftliche, die städtische und die forstwirtschaftliche Standortlehre, die Marginalanalyse, die Grenzproduktivitätstheorie, die ökonomische Optimierung, die Gesamtmodellrechnung und Theorien zu politischen und sozialen Aussagen über die naturgemäße Entlohnung und über Gewinnbeteiligungen.

Er starb am 22. September 1850 auf seinem Gut Tellow als praktischer Landwirt und wird heute als der bedeutendste deutsche Ökonom seiner Zeit angesehen

 

 

Liste der Preisträger

1966 bis 1969

1966 Helmut Graf (†), Domäne Marienburg bei Hildesheim
1967 Flemming Juncker, Overgaard (Dänemark)
1968 Wilhelm vor Schulte (†), Dr., Achterwehr über Kiel
1969 Adalbert Freiherr von Poschinger-Bray (†), Dr., Irlbach über Straubing

1970 bis 1979

1970 Peter Herzog von Oldenburg, Lensahn (Holstein)
1971 Werner Reinersmann, Dr. , Gut Lerchenfeld bei Regensburg
1972 Friedrich Matthiesen, Herrenkoog (Nordfriesland)
1973 Emil Klaus (†), Bischoffingen (Breisgau)
1974 Sir Nigel Strutt, T.D., D.L., F.R.Ag.S., Chelmsford/Essex
1975 Carl-Ernst Büchting, Dr. , Einbeck
1976 Anton Schlüter (†), Dipl-Ing. Dr. h.c., Freising
1977 Peter Herzog zu Schleswig-Holstein (†), Grünholz
1978 Dietmar Hölzl (†), Landwirtschaftsdirektor Dipl.-Landw., Fürth
1979 Adolf Luetgebrune, Landwirt, Lage-Müssen/Lippe

1980 bis 1989

1980 Klaus Peters, Landwirt, Röst bei Heide (Holstein)
1981 Joachim Klindworth, Landwirt, Bargstedt-Ohrensen (Niedersachsen)
1982 Alfred Strothe (†), Hannover
1983 Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V., Frankfurt a.M.
1985 Hans-Hermann Meinecke, Westerstede/Hollenriede (Niedersachsen)
1987 Dietrich Brauer (†), Hohenlieth (Schleswig-Holstein)
1989 Hans-Ulrich Hege, Domäne Hohebuch, Waldenburg

1990 bis 1999

1991 Romúald Ozimek, Dipl.-Ing., Brzozow (Polen)
1993 Karl-Heinz Hüggelmeyer, Erpen/Bad Rothenfelde
1995 Franz Ehrsam, Großheirath
1997 Bernd Kopmann, Hohendorf
1999 Sven Fischer, Örebro/Schweden

2000 bis 2014

2001 Heinrich Graf von Bassewitz, Dr., Dalwitz/Mecklenburg-Vorpommern
2003 Dr. Chantal Mathy, Daussoulx, Belgien
2005 Siegfried Mayer, Möderbrugg, Österreich
2009 Christian Graf Holck, Farve
2012 Dr. Martin Frauen, Hohenlieth

ab 2015

2015 Prof. Dr. Dr. h.c. Alois Heißenhuber, München-Weihenstephan

Förderpreis LuPe

Förderpreis LuPe (Lehre und Projekte exzellent)

Mit dem Förderpreis Lupe werden Projekte ausgezeichnet, die zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Lehre an der Agrar- und Ernährungswirtschaftlichen Fakultät dienen.

Es ist das Ziel des Preises, Wertschätzung für besonderes Engagement für die Lehre zum Ausdruck zu bringen und die Entwicklung von innovativen Lehrformen und –formaten zu fördern.

Der Lehrpreis wird einmal im Semester ausgeschrieben. Das Preisgeld beträgt bis 1.000 Euro und ist für die Realisierung des beantragten Lehrprojekts vorgesehen. Der Preis kann auch geteilt werden.

Die Fachschaft entscheidet über die eingereichten Anträge. Die ausgewählten Projekte werden jeweils zu der Absolventenfeier ausgezeichnet und vorgestellt.

Es sind alle an der Fakultät (von Professor über wissenschaftlicher Mitarbeiter bis Student) eingeladen ihre Ideen einzureichen.

 Die Ideen können unterschiedlichster Art sein:

  • Überarbeitung einer Vorlesungsveranstaltung,
  • Herstellung von Skripten,
  • Einrichtung interaktiver Lehrmaterialien (z.B. Landtechnikausstellung, Einkauf/Herstellung von Lehrpräperaten,...)
  • Lernspiele
  • E-Learning-Modul
  • Studienprojekte für Studenten,...

 

Keine Scheu vor Vorschlägen, wir sind an allem interessiert, was zur Verbesserung der Lehre beiträgt.

Ihre und Eure Ideen sind gefragt !

Bei allen eingereichten Ideen werden wir bei Bedarf auch gerne bei der Umsetzung der Ideen mithelfen - neben einer evtl. finanziellen Unterstützung.

Zum Einreichen der Lehridee bitte angefügtes Formular ausfüllen und an die Fachschaft (fachschaft@fs-agrar.uni-kiel.de) mit den Betreff  "Projekt  für LuPe"schicken.

Für Fragen und Anregungen sind wir jederzeit erreichbar - einfach eine Mail schicken!

 

Förderpreis LuPe (Lehre und Projekte exzellent)

der Fachschaft Agrar & Ökotrophologie